Film von Lars Kraume (2015)
Der Staat gegen Fritz Bauer ist ein deutscher Spielfilm von Lars Kraume aus dem Jahr 2015. Im Mittelpunkt des weitgehend auf historischen Fakten beruhenden Politdramas steht der Kampf des Frankfurter Generalstaatsanwalts Fritz Bauer, mit Adolf Eichmann einen der weltweit meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher aufzuspüren, festzunehmen und vor ein deutsches Gericht zu stellen. Der Film zeigt auch die behördlichen und gesellschaftlichen Widerstände, auf die Bauer im Deutschland der späten 1950er Jahre stößt. Thematisiert wird außerdem die seinerzeit strafbare Homosexualität, zu der Bauer sich indirekt bekennt gegenüber seinem engsten Mitstreiter, dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann.
Lars Kraume, Grimme-Preisträger von 1998 und 2007, führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch zusammen mit Olivier Guez, inspiriert durch dessen Buch Die Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945. Premiere feierte der 105-Minuten-Kinofilm beim Internationalen Filmfestival 2015 in Locarno, wo er den Publikumspreis erhielt. Weitere Auszeichnungen folgten nach, am häufigsten in den Kategorien Bester Spielfilm und Bester Hauptdarsteller (Burghart Klaußner). Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2016 ging Der Staat gegen Fritz Bauer mit sechs Preisen und drei Nominierungen als großer Gewinner hervor. In den deutschen Kinos startete der Film im Oktober 2015, im deutschen frei empfangbaren Fernsehen war er erstmals am 25. April 2018 auf Arte zu sehen.
Handlung adaptiert aus Wikipedia, lizenziert unter CC BY-SA 4.0.